Gemeindeverwaltung veröffentlicht aktuelle Haushaltszahlen für Kindergärten und Schulen: Betriebskostenzahlung von über elf Millionen Euro für die Kindertagesstätten –
2026 ist Millionenbetrag für neue Mensa an der Katharinaschule eingeplant –
Was bekommen die Vereine?
Die Eltern im Gemeindegebiet müssen im Jahr 2026/27 mit leicht erhöhten Kindergartenbeiträgen rechnen. Ein Beschlussvorschlag der Verwaltung für den Ausschuss für Kindergärten und Schulen sieht vor, dass der Elternbeitrag zum neuen Kindergartenjahr 30,96 Euro pro Betreuungsstunde betragen soll – sowohl in den Kern- wie auch den Randzeiten. Ausgenommen bleiben Familien, die etwa aus sozialen Gründen von den Beiträgen befreit werden.
Die für den Fachausschuss erarbeitete Vorlage zeigt zudem, dass die Gemeinde Wallenhorst im Ergebnishaushalt für das Jahr 2026 mit der Übernahme eines Betriebskostenzuschusses in Höhe von 11,385 Millionen Euro für die Kitas kalkuliert. Das Geld soll zwecks Kostendeckung an die Träger der derzeit elf Kindertagesstätten im Gemeindegebiet weitergeleitet werden. Da sich der Landkreis Osnabrück mit einem Beitrag von 4,95 Millionen Euro an den Betriebskosten beteiligt, verbleibt eine Summe von 6,435 Millionen Euro, die von der Gemeinde Wallenhorst dafür bezahlt werden muss. Die jährlichen Betriebskosten je Kita-Platz beziffert die Verwaltung alles in allem mit genau 18.267,77 Euro.
Mit erheblichen finanziellen Aufwendungen für ihre Kindergärten und Krippen muss die Gemeinde auch für den kommenden Finanzhaushalt planen. Größte Posten sind dabei „größere Umbau- und Sanierungsmaßnahmen“ im Kindergarten St. Johannes Hollage, für die 500.000 Euro in den Haushalt 2026 eingestellt werden sollen. 200.000 Euro sind zudem für die Elektroverkabelung und neue Stromverteilerkästen im Kindergarten St. Marien vorgesehen. Für die Möblierung von einer Mensa und von Gruppenräumen sowie den Einbau einer neuen Gruppenküche im Andreas- und Regenbogen-Kindergarten sollen 2026 insgesamt 138.000 Euro freigegeben werden.
Im Schulbereich wird sich im Haushaltsjahr 2026 der Beschluss des Gemeinderats für den Bau der zusammen rund zwölf Millionen Euro teuren Grundschulmensen richtig bemerkbar machen. Die Gemeindeverwaltung rechnet im kommenden Jahr allein für die neue Mensa an der Katharinaschule mit Baukosten von 2,2 Millionen. Hinzu kommen dort weitere 200.000 Euro für Küchengeräte und zusätzliche Mensa-Sitzplätze. Andere investive Maßnahmen für die Schulen fallen demgegenüber eher bescheiden aus. Zum Beispiel soll die Alexanderschule von 2026 bis 2028 jeweils 20.000 Euro für die Erneuerung der Physiksammlung bekommen. Die Realschule kann unter anderem mit 3.000 Euro für neue Magnetleisten rechnen.
Spannung verspricht auch die für den 20. November angesetzte öffentliche Sitzung des Ausschusses für Bürgerservice und Soziales. Dann wird die Gemeindeverwaltung vorstellen, welche Ausgaben im Haushaltsjahr 2026 zur Förderung von Vereinen und Verbänden geplant sind, die sich zumeist ehrenamtlich im Sport, sowie im Bildungs- und Kulturbereich der Gemeinde engagieren. Unter anderem steht dann ein Antrag der katholischen Büchereien und der Evangelischen Andreas-Bücherei für eine Anhebung des jährlichen Zuschusses auf der Tagesordnung. Sitzungsbeginn ist um 17.30 Uhr im Rathaussaal. (H.)
Kinderzahl nimmt deutlich ab
Schließung unzureichend genutzter Einrichtungen nicht ausgeschlossen
Die Gemeinde Wallenhorst muss in den nächsten Jahren mit einem deutlichen Rückgang der Kinderzahl rechnen. Aktuelle Erhebungen zeigen, dass am 2. September 2025 insgesamt 1.218 Kinder zwischen einem und sechs Jahre im Gemeindegebiet gezählt wurden, die Anspruch auf einen Platz im Kindergarten oder einer Krippe haben. Die Zahl der Kinder aus dieser Altersgruppe wird in den nächsten Jahren aber wohl deutlich zurückgehen. So sind im gesamten Gemeindegebiet derzeit 217 bzw. 253 fünf- und sechsjährige Kinder, aber nur 178 bzw. 142 Ein- und Zweijährige registriert.
Die rückläufige Entwicklung bei den Geburtenzahlen hat in Wallenhorst bereits im laufenden Kindergartenjahr dazu geführt, dass es – anders wie noch vor wenigen Jahren – unbelegte Plätze in mehreren Einrichtungen gibt. „Dieser Trend wird sich voraussichtlich noch weiter verstärken“, schreibt die Gemeindeverwaltung. Für die Zukunft müsse über neue Lösungsansätze gesprochen werden – inklusive einer Schließung unzureichend genutzter Einrichtungen. Nicht zuletzt wird sich der Rückgang der Kinderzahlen zeitversetzt auch in den Grund- und den weiterführenden Schulen in der Gemeinde bemerkbar machen. (H.)

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