Haushaltszahlen, Stellenplan und Steuern: Entwicklung im Gemeindegebiet

Ausgaben von 2018 bis 2024 um fast 40 Prozent gestiegen –

Deutlich mehr Mitarbeiter in der Gemeindeverwaltung –

Hebesatz für die Gewerbesteuer von 360 auf 400 erhöht

Im Jahr 2015 wies der Ergebnishaushalt der Gemeinde Wallenhorst laut Haushaltsplan jeweils Erträge und Aufwendungen in Höhe von knapp 35,4 Millionen Euro auf. Bei den Investitionen wurde mit Auszahlungen von gut 3,3 Millionen geplant. Die Hebesätze für die Grundsteuern A und B lagen 2015 bei jeweils 320 sowie 360 Punkten bei der Gewerbesteuer.

2018 wurde ein Ergebnishaushalt mit Erträgen von 41,3 und Aufwendungen von 40,8 Millionen Euro vorgestellt. Knapp 8,2 Millionen Euro sollten für Investitionen ausgezahlt werden. Die Steuerhebesätze der Gemeinde blieben gegen 2015 unverändert. Der Stellenplan enthielt 94 tariflich Beschäftigte.

Die Zahlen der Haushaltsatzung für 2020 waren wie folgt: Es gab Erträge von 42,6 sowie Aufwendungen von 42,1 Millionen Euro im Ergebnishaushalt. Auch 2020 sollten die von der Gemeinde erhobenen Steuern gleich bleiben. Für Investitionen waren mehr als 14,9 Millionen Euro eingeplant. Nach der Neueinstellung von acht Mitarbeitern wies der Stellenplan 102,5 Mitarbeiter aus.

Im Haushaltsjahr 2024 waren 55,7 Millionen an Einnahmen sowie 56,3 Millionen Euro im Ergebnishaushalt eingeplant. Mehr als 15,1 Millionen Euro sollten für Investitionen ausgegeben werden. Der Gewerbesteuersatz wurde 2024 auf 400 Punkte angehoben.

Für das laufende Haushaltsjahr 2026 sind Erträge von 62 und Ausgaben von 63,4 Millionen Euro im Ergebnishaushalt vorgesehen. 11,2 Millionen Euro sollen in Investitionen fließen. Der Stellenplan der Gemeindeverwaltung zeigt, dass dort insgesamt 158 Beamte und tariflich Beschäftigte arbeiten.

Die Reallöhne der Arbeitnehmer sind in Deutschland nach Angaben des Statistischen Bundesamtes von 2016 bis 2024 übrigens nur um durchschnittlich 3,2 Prozent angestiegen. Die Inflationsrate sowie der Verbraucherpreisindex – also die Preise aller Waren und Dienstleistungen, die private Haushalte für Konsumzwecke ausgeben – haben sich im gleichen Zeitraum jeweils um rund 23 Prozent erhöht.

Die Einnahmen im Bundeshaushalt haben sich zwischen 2018 und 2024 von knapp 348 auf gut 440 Milliarden Euro (etwa 27 Prozent) erhöht. Die Ausgaben stiegen von 337 Milliarden in 2018 auf 466 Milliarden Euro (fast 40 Prozent) in 2024 an. Die Steigerungsrate im Bund lag damit auf der Einnahmeseite um rund acht Prozent unter denen der Gemeinde Wallenhorst, die ihre Erlöse im Ergebnishaushalt zwischen 2018 und 2024 um fast 35 Prozent erhöht hat. Das Plus bei den Ausgaben hat sich im Wallenhorster Ergebnishaushalt innerhalb der genannten sechs Jahre ähnlich wie beim Bund in Richtung 40 Prozent entwickelt. (H.)  


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